Archiv für April 2011

Mo. 18.04.2011

Um 6:15 Uhr mit dem Taxi (7 Soles weil es noch so früh ist) zum Bus Terminal. Abfahrt nach Tacna fast pünktlich um 7:05 Uhr. Danach folgt 5 Stunden lang – nichts. Sandwüste und Steinwüste mit null Vegetation wechseln sich ab. Ab und zu tatsächlich ein paar Hütten am Straßenrand in denen Leute wohnen – Wahnsinn. In Tacna umsteigen in ein „Sammeltaxi“ (Collektivo, normalerweise 10 Soles – bei uns inkl.) mit ca. 40 weiteren Passagieren. Diese Busse wurden bei uns vor mind. 50 Jahren aus dem Verkehr gezogen und fahren seit dieser Zeit hier die Strecke über die chilenische Grenze nach Arica (ca.70 km). Grenzübertritt schnell und problemlos. In Arica ein Taxi (1500 chil.Pesos) in das 2,5 km entfernte Hotel „Sotomajor“ mitten in der Stadt genommen. Es gab schon bessere Hotels bis jetzt, aber für eine Nacht ok. Auf der Suche nach einem Fisch-Restaurant (es sind ja vom Hotel zum Hafen nur ein paar hundert Meter) werden wir leider nicht fündig. Man ernährt sich hier nur „gesund“ Außer McDoof und einheimischen Schnellimbissen ist nichts zu finden. Entsprechend sieht die Mehrzahl der Bevölkerung aus – 1,5 m groß und 1 m breit. Auch bei den Kindern passen diese Proportionen. Wir entscheiden uns für Einheimisch – Pollo, Pommes und Cola. Noch ein paar Worte zu den Fotos: Sind mit der Canon EOS gemacht, dann auf den Fotospeicher/Bildbetrachter kopiert und dann mit der Handykamera vom Bildschirm abfotografiert. Qualität zwar nicht optimal, aber so funktioniert der Upload via Wlan wenigstens.

So. 17.04.2011

Buenas Dias ruft der Hotelangestellte um 5 Uhr an unserer Türe. Abfahrt in den Colca Canyon um 6 Uhr. Nach ein paar Kilometern ein kleines Dorf besichtigt. Kurz darauf endet die geteerte Straße und die Karavane von Touristenbussen wirbelt ordentlich Staub auf. Immer wieder Fotostopps in dem herrlichen Tal mit seiner Terrassen Landwirtschaft. Gegen 9 Uhr erreichen wir den Aussichtspunkt „Cruz del Condor“. Von dort sollen jeden Morgen einige der riesigen Kondore (Flügelspannweite bis 3m) die Termik zum Aufsteigen auf bis zu 8000 m nutzen. Und tatsächlich schweben nach einiger Zeit einige majestätisch über dem Tal. Aber schon so hoch, dass bei einem Teleobjektiv unter 200 mm nur ein Punkt auf dem Foto zu sehen ist. Nachdem alle Kompaktdigitalfoto-Besitzer ausgiebig den leicht bewölkten Himmel mit dem kleinen Punkt fotografiert haben, geht es wieder zurück nach Chivay zum Mittagessen und anschließender Rückfahrt nach Arequipa. Der 4910 m hohe Paß sieht heute irgendwie ganz anders aus – wahrscheinlich liegt es an der 10 cm hohen Schneedecke. Abends nochmal in das Restaurant mit dem heißen Stein in Arequipa. Morgen geht es über die Grenze nach Chile.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sa. 16.04.2011

Um 8 Uhr werden wir vom Hotel mit einem kleinen Bus (16 Tourteilnehmer aus der ganzen Welt) abgeholt. Heute und morgen geht es zum 160 km entfernten Colca Canyon. Die gestrigen Fotos sind in Arequipa aufgenommen. Die bunten Häuser sind im Kloster Santa Catalina. Der spitze Berg ist der fast 6000 m hohe Vulkan Misti. Vom 2300 m hoch gelegenen Arequipa (1 Mio Einwohner) geht es zunächst auf 4910 m hoch. Mann ist die Luft hier dünn. Trotz Cocablättern und Cocatee (ist hier legale Medizin gegen die Höhenkrankheit) leicht schwindelig und Kopfschmerzen. Traumhafter Ausblick auf die umliegenden Vulkane. Unterwegs viele Herden von Lamas, Vicunas und Alpacas gesehen. Dann geht es steil bergab in das 3600 m hoch gelegene „Kaff“ Chivay. Eintritt in den Nationalpark Colca Canyon 35 S/p.P Zum Mittagessen werden wir in ein Touristic-Restaurant gefahren. Not includet – Essen war aber in Ordnung. Danach in das recht schöne Hotel „Pozo del Cielo“, jedoch über 1 km vom „Ortszentrum“ entfernt. Um 16 Uhr dann mit dem Bus ein paar Kilometer in das wahrscheinlich höchste Termalbad der Welt „La Calera“. Auf fast 4000 m in 38 Grad warmen, leicht schwefeligem Vulkanwasser zu baden und die umliegende Bergwelt zu genießen, das hat schon was. Abendessen in einem Restaurant im Ort mit Folkloredarbietung runden den Tag ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fr. 15.04.2011

Es gibt frische Brötchen mit Marmelade, frisch gepressten Orangen-/Zitronensaft und sehr guten Kaffee – was für ein Unterschied zu gestern in der Oase Huacachina, die leider biologisch und touristisch am Sterben ist – schade für einen so schönen Platz. Heute Vormittag dann 2 Stunden die überaus sehenswerte Klosteranlage Santa Catalina bei wolkenlosem Himmel und ca. 20-25 Grad besichtigt. Danach noch einige interessante Gebäude und Kirchen angesehen. Abendessen im Grill-Restaurant „Zig Zag“. Excellentes Essen vom heißen Lavastein, Alpaka-, Rind- und Schweinefleisch. Absolut empfehlenswert und zum Abschluss des schönen Tages noch einen Pisco Sour.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Do. 14.04.2011

Wache erst um 4:30 Uhr auf. Der Fahrer donnert gerade bei völliger Dunkelheit mit bis zu 100 km/h zwischen Felswand und Abgrund die kurvenreiche Straße entlang. Ein Glück, dass (manchmal) Leitplanken angebracht sind, welche den doppelstöckigen Bus bestimmt vor dem Abgrund schützen würden. In atemberaubendem Tempo weicht der Fahrer auf der Straße liegenden Felsbrocken und entgegenkommenden Trucks aus. Jetzt wird mir klar, warum der Bus nachts fährt – wenn alle Passagiere schlafen spart man sich die Kotztüten. Augen zu und vor Ankunft am Besten nicht mehr öffnen. Ankunft laut Fahrplan um 06:00 Uhr. Wir schaffen es immerhin bis um 10 Uhr. Ein Fahrer des örtlichen Tourveranstalters wartet bereits seit mehreren Stunden auf uns. Er bringt uns in das sehr idyllische Hotel „La Hosteria“ inmitten der Altstadt. Nachmittags noch eine kleine Erkundunsrunde – grandiose Architektur aus weißem Tuffstein mit viel Flair. Bei Sonnenuntergang sind die reich verziehrten Tuffsteinfassaden richtig beleuchtet. Im Hintergrund die 6000 m hohen, schneebedeckten Vulkane. Abendessen im „El Turco“ – peruanisch/türksche Kebabs. Für 13 Soles gab es hier im Gegensatz zu gestern große und frische Portionen.

Mi 13.04.2011

Das „Continental Breakfast“ war mäßig mit starker Tendenz zu schlecht – Brötchen wie Zwieback, Margarine, Marmelade und für unsere Verhältnisse ungenießbarer Kaffee, dann lieber doch einen Teebeutel ins Wasser geworfen. Heute ist Relaxing angesagt. Habe zwar mal versucht auf eine kleine Düne hochzugehen, der Sand ist jedoch so heiß, dass dies selbst mit Sandalen schwierig ist. Es hatte Verformungen der Kunststoffsohle zur Folge. Ansonsten Rumhängen am Hotelpool. Gegen Abend dann am Oasensee miserabel Essen, danach mit dem Taxi (5 Sol) zum Busterminal gefahren. Um 20:30 Uhr soll unser Nachtbus nach Arequipa (~800 km) weggehen. Es wird nach peruanischer Pünktlichkeit dann doch 21:30 Uhr als es losgeht. Sehr komfortabel, sodass wir auch gleich einschlafen.

Oase Huacachino

Sind Fotos vom Handy, die besseren von der Canon gibt´s erst zu Hause (25 MB je Bild sind zu groß für die Internetverbindung hier)

Di. 12.04.2011

Wir werden pünktlich um 03:45 Uhr vom Fahrer des örtlichen Reiseveranstalters mit einem peruanischen Rolls Royce (ok – es stand irgendwo doch ganz klein Hyundaii“ drauf) abgeholt und es geht auf die legendäre „Panamericana“ in Richtung Süden. Die ist die ersten 200 km allerdings weniger spektakulär – eine neue, gebührenpflichtige Autobahn. Vorbei an vielen Tankstellen, die Gallone Benzin (3,78 Ltr.) – 85 Oktan – kostet 12 Soles (~3 Euro). Der vom Meer heraufziehende Nebel hüllt die Küstenstraße meist ein. Gegen 9 Uhr haben wir den Bootssteg zu den Inseln Ballestas erreicht. Bei der 2 stündigen Bootstour sehen wir Delfine, Robben, Pinguine und hunderttausende Vögel. Danach geht es in die ca. 70 km entfernte , in 200 m hohe Sanddünen eingebettete Oase Huacachina bei Ica. Im Hotel El Huacachinero gleich für den späten Nachmittag eine Sanddünenbuggytour (50 Sol/p.Pers) gebucht. Supercool mit einem V8 Chevy Motor und 400 PS über die Dünen zu brettern. Dazwischen ein paar Dünen mit dem Sandboard runter. Zum Abschluss noch ein schöner Sonnenuntergang. Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants rund um den See der Oase. Es ist aber ziemlich ausgestorben hier trotz traumhafter Lokation. Anschließend noch einen Pisco Sour und noch einen und …

Montag, 11.04.2011

Die Zeitverschiebung weckt uns automatisch um 04:00 Uhr Ortszeit. Wir versuchen bis zum Frühstück verzweifelt nochmal einzuschlafen. Danach mit dem Taxi (4$) die ca 10 km in die „Historic City“. Schöne Architektur mit Holzbalkonen und viele Kirchen. Am Montag früh um 10 Uhr ist in der 10 Mio Einwohner Stadt fast noch kein Laden offen. Erst ab 11 Uhr fängt der Moloch zum Brodeln an – aber dann richtig. Es ist sonnig und die Temperatur steigt schnell auf ca. 25 Grad an bei hoher Luftfeuchtigkeit. Wachablösung der Garde vor dem Regierungspalast um 12 Uhr. Nachmittags wieder mit dem Taxi zurück ins Hotel. Dann noch ein Streifzug zu Fuß im Stadtteil Miraflores, Lacomar Einkaufszentrem – in den Steilhang am Strand gebaut und lecker Essen am Rand des Miraflores Central Parks. Wird eine kurze Nacht – um 03:45 Uhr sollen wir abgeholt werden – dann geht es weiter nach Ica.

So. 10.04.2011

Abflug in Nürnberg um 06:10 Uhr nach Amsterdam. Weiterflug um 12:30 Uhr nach Lima/Peru. Nach fast 11.000 Flugkilometern landen wir pünktlich um 18:40 Uhr Lima-Zeit (= 01:40 Uhr MESZ). Wenig los auf den Straßen zum Girasoles Hotel im Stadtteil Miraflores, da heute Präsidentschaftswahlen sind und alle zu Hause das Ergebnis im TV verfolgen. Das war`s für den ersten Tag.