Fazit

Wir sind gut zu Hause angekommen – nun ein Fazit der Tour:

Wir haben überall nur freundliche Leute getroffen. Von irgendwelcher Kriminalität haben wir in keinem der drei Länder etwas mitbekommen, wir haben uns überall sicher gefühlt. Es war eine toll organisierte Tour des Veranstalters http://erlebe-peru.de mit viel Freiraum für eigene Besichtigungen – vielen Dank dafür.

Es gab viele Highlights – uns hat besonders die Jeeptour durch Bolivien – Laguna Colorado und natürlich Machu Picchu gefallen.

Technische Daten:

ca. 23.300 Flugkilometer

ca. 4.500 Straßenkilometer mit Bus und Jeep

64 Mountainbike Kilometer

eine Marathonstrecke zu Fuß wird´s bestimmt gewesen sein über die gesamte Tour

zigtausende Höhenmeter rauf und runter

viele Liter Cocatee 😉

ca. 80 Mückenstiche

ca. 80 GB Foto- und Filmdaten ~ 2300 Fotos – Sortierung wird wohl noch ein paar Tage dauern

Sa. 07.05.2011

Letzter Tag unserer 4-woechigen Tour. Wir schlendern nochmals durch Cusco und verabschieden uns von Peru bei einem letzten „Lomo de Alpaca“ Abendessen. Fuer einen Abschieds-Pisco Sour langt unsere Urlaubskasse leider nicht mehr 😉 – will heissen – ich freue mich auf einen Single Malt zu Hause.

Morgen Mittag geht unser Flug nach Lima und morgen Abend gehts noch ein paar Stunden nach Amsterdam. Dann nur noch der kurze Flug nach Nuernberg und wir sind wieder zu Hause.

Vielen Dank an die fleissigen Kommentarschreiber. Von zu Hause aus gibt es noch eine kleine „Nachlese“ mit ein paar zusaetzlichen Bildern und ein kleines Fazit.

Naechstes Jahr gibts einen neuen Reisebericht aus … ¿?¿?¿

Berny und Marion

Fr. 06.05.2011

Machu Picchu kann man weder Beschreiben noch Filmen oder Fotografieren – das muss man einfach selbst erlebt haben.

Nach kleinen Unstimmigkeiten ueber die Tickets, haben wir diese an der Verkaufsstelle in Aguas Calientes (es steht ueberall 44 $ aber bezahlen kann man nur mit Soles – 126 Soles p.P – auch nicht mit Kreditkarte). Die Bustickets nach Machu Picchu rauf haben wir schon gestern abends gekauft (23 Soles Oneway p.P – runter wird gelaufen!). Um ca. 7:30 Uhr gehts mit dem Bus die Schotter-/Staubpiste die Serpentinen hoch. Wir haben einen der seltenen Tage gebucht, an dem keine Wolken Machu Picchu einhuellen – strahlender Sonnenschein bei angenehmen ca. 18 Grad. Wir durchstreifen einige Zeit die geheimisumwitterte Inkastadt, ich laufe noch zu einer alten Inkabruecke und dann zum Wayna Picchu – dem Berg auf allen Fotos hinter der Inkastadt.  Fuer den Aufstieg werden taeglich nur 400 Pers. zugelassen und man haette sich am Morgen dafuer registrieren muessen – hab ich aber nicht. Gegen Kauf einer teuren Flasche Wasser bin ich doch einer der 400 🙂

Was dann  kommt, stellt alles bisher von mir gelaufene in den Schatten. Es belegt – die Inkas waren Wahnsinnige. Von 2400 m geht es so gut wie senkrecht auf 2667 m bis zum Gipfel rauf. Das sind keine Treppen mehr- das sind fast Stein-Leitern – immerhin mit ein paar Seilen zum Festhalten. 10 Tritte hoch – Pause – weiter – Pause … zum Glueck auf der Schattenseite des Berges. Die Wasserflasche erweist sich als gute Investition. Kurz unterhalb des Gipfels haben die Inkas Terrassen und Haeuser raufgebaut – und offensichtlich die zigtausend Steine dazu diese Stiegen hochgetragen – crazy. Auf dem Gipfel haben nicht viele Personen Platz – deshalb Fotos machen und dann die Stiegen wieder runter – schoenen Gruss von den Kniegelenken. Marion hat dies alles aus sicherer Entfernung von Machu Picchu aus beobachtet. Dann nochmal ein bisschen in der Inkastadt herumschlendern und gegen Mittag runter nach Aguas Calientes – wieder Stufen – wir haben ja keine Busrueckfahrt gebucht. 99 Prozent der faulen Touris fahren rauf und runter. Dann am Bahnhof warten bis unser Zug um 15:20 Uhr zurueck nach Ollantaytambo geht. Dort umsteigen in den Bus und mit diesem zurueck nach Cusco in unser Eureka Hostal.

Ein weiteres Highlight an unserem vorletzten Tag.

Fotos gibts heute leider keine, da ich ueber den Internet-PC des Hostals keine hochladen kann. Aber in eine paar Tagen bin ich ja zu Hause und ich werde dann ein paar nachreichen.

Do. 05.05.2011

Nach dem Fruestueck in der Haengematte warten. Unser Zug faehrt um 13:26 Uhr nach Aguas Calientes – Endstation Machu Picchu ab. Es gibt nur zwei Moeglichkeiten dorthin zu gelangen: Mit dem Zug oder zu Fuss den 45 km langen Inkatrail einschliesslich zwei Passueberquerungen von knapp 4000 m und 4200 m.  Aguas Calientes liegt nur auf 2090 m und Machu Picchu auf 2400 m. Tolle Zugfahrt immer direkt neben dem hier reissenden Urubamba Fluss. Teilweise ist es so eng, dass nur der Fluss und die Bahnschienen Platz haben. Links und rechts ragen die 5000der empor. Bei 2300 m Hoehe beginnt hier der tropische Regenwald des Amazonas – Farne, Bromelien ueberall an den Steilhaengen. Ankunft um 15:50 Uhr im Touristenort Aguas Calientes. Der Ort hat ausser 1000 immergleichen Andenkenlaeden und unzaehligen Restaurants und Hostals nichts weiter zu bieten.

Samanapaq Hotel Ollantaytambo

Da es das beste Hotel der ganzen Tour war, gibt´s einen Extra-Blogeintrag. Das familiengeführte Hotel ist uneingeschränkt weiter zu empfehlen. Die Ehefrau Manela betreibt eine kleine Töpferei. Alles Geschirr, Vasen, Schalen wurde von ihr handgefertigt.

Mi. 04.05.2011

Ich wache um 6 Uhr auf und mache mich nochmal auf den Weg zu dem Inkatempel Ollantaytambo – Sonnenaufgang. Die Eintrittskarte ist 2 Tage gültig. Diese Ruhe – keine Touristen. Ich habe die Anlage ganz für mich alleine. Anschließend feudales Frühstück als einzige Gäste des Hotel, wir werden richtig verwöhnt. Die Hängematten im 3000 qm großen Garten laden zum Entspannen ein. Nachmittags packt mich dann doch wieder die Bewegungswut und ich steige den schmalen, steilen Pfad gegenüber des Inkatempels zu den Wachtürmen und Lagerhäusern der Inkas hoch. Zum Teil nur 30-40 cm breiter Pfad am fast senkrechten Abhang. Die Steine für die Mauern der an die Felsen gebauten Gebäude sind nicht von hier, wurden also von den Inkas hier raufgetragen. Ich habe keinen Stein raufgetragen und habe schwer mit mir selbst gekämpft. Aber die Aussicht entlohnt für alles. Marion hat im Tal die Seele baumeln lassen. Abends Alpakasteak essen in einem der zahlreichen Restaurants am Dorfplatz.

Di. 03.05.2011

Abholung im Hotel um 8:20 Uhr mit kleinem Bus wegen der engen Straßen. Am Stadtrand von Cusco umsteigen in größern mit ca. 20 weiteren Tourteilnehmern. Erster Halt bei einem kleinen Touristenmarkt am Anfang des Urubamba Tales. Zweiter Stop in Pisac. Großer Touristenmarkt mit schönen Silbersachen. Eine der kunstvoll gearbeiteten Inkafiguren hat es uns angetan. Werden gewogen und dann der Preis bestimmt. Die kleinen wiegen so zw. 130-230 gr 950er Silber. Nichts gekauft. Sonntags ist hier großer Bauernmarkt. Das Tal ist ziemlich eng mit steil aufsteigenden Bergen links und rechts. Alles grün und überall Ackerbau bis weit die Hänge hinauf. Nächster Stop zum Mittagessen in einem wirklich tollen Restaurant mit großem Buffet – in der Tour inklusive. Weiter nach Ollantaytamba. Kleines, nettes Dorf. Dort hört auch die Straße auf. Ab hier gehts nach Machu Pichu nur noch mit dem Zug weiter. Wir besichtigen die nicht ganz fertiggestellte Inkafestung Ollantaytambo (70 Soles Eintritt). Die müssen wahnsinnig gewesen sein, die Inkas. Zig Tonnen schwere Granitblöcke vom gegenüber liegenden Berg (min 1000 Höhenmeter) millimetergenau herausgehauen, ins Tal gebracht und auf der anderen Seite wieder den Steilhang raufgezogen. Die Blöcke haben zum Teil Maße von ca. 1m x 1,2m x 4m. Hans, rechne doch bitte mal aus, was so ein Block wiegt. Seitlich sind z.T. noch Haltenasen für die Hebel-/Transporthölzer daran. Diese wurden weggeschlagen, wenn der Stein millimetergenau ohne Mörtel auf dem anderen saß. Die Präzsion mit den Verzahnungen und Rundungen ist unglaublich. Danach werden einschließlich uns 6 Teilnehmer bei den Hotels abgesetzt. Der Rest fährt zurück nach Cusco. Unser Hotel Samanapaq ist das Beste was wir auf der ganzen Reise hatten. Große, sehr gepflegte Gartenanlage, tolle Architektur, super freundliche Familie.

Mo. 02.05.2011

Heute ruhiger Tag zur freien Verfügung in Cusco. Wir brechen gegen 10 Uhr zum Stadtrundgang auf. Durch die engen Gassen des Künstlerviertels San Blas zur Plaza de Armas hinunter. Leider ist von den Inkabauwerken so gut wie nichts mehr übrig. Nur einige Mauern, welche als Fundamente für die Bauten der Spanier vewendet wurden. Aber diese Reste haben es in sich; Granitblöcke ohne Mörtel mit Verzahnungen, so gut wie fugenlos verbunden. Da passt kein Blatt Papier dazwischen. Ich wage zu bezweifeln, dass das mit den heutigen Hightech Geräten wie Diamantsägen, Wasserstrahlschneidern etc. hinzubringen ist – GENIAL. Die Bauten der Spanier sind zwar auch nicht schlecht, aber aus weichem Sandstein mit Mörtel. Marion entscheidet sich für eine City- Sightseeing Tour für 20 Soles. War gut. Ich treibe mich auf Motivsuche in Nicht-Touristenvierteln rum. Markthalle gibt da schon einiges her. Nach Marions 1 1/4 Std. Tour zusammen nochmals zur Markthalle. Hatte da eine Ecke mit frisch gepressten Säften entdeckt. Entscheiden uns für eine Orangen-/Ananasmischung. Für jeden fast ein 1/2 Ltr. unverdünnt für je 3,50 Soles (~0,80 Eur) – ganz lecker. Nachmittags abhängen in unserem Hostal. Abends nochmals in Richtung Markthalle. Hatten dort eine „Polleria“ (Hühnerbraterei) mit offenem Holzfeuergrill entdeckt. Pollo a la Blancha=Hühnersuppe + gegrillte Hühnerbrust mit Pommes und verschiedenen Saucen (p.P 8 Soles). Dazu einen großen Krug selbstgemachte Zitronenlimonade (4 Soles). Wir sind die einzigen Touris hier. Für das Touristen Lamasteak inkl. Getränke haben wir gestern 70 Soles zusammen gezahlt. Internet ist hier leider so lahm, dass ich nicht mehrere der kleinen Bildchen hochladen kann.

Karte Cusco

So. 01.05.2011

War mal einer der langweiligen Tage. Nach dem Frühstück mit dem Taxi zum Busbahnhof. Mit kurzer Verspätung gehts um 8:15 Uhr in Richtung Cusco los. Zuerst ziemlich langweilige Landschaft. Dann ein recht schönes Tal runter. Ankunft Cusco gegen 15:30 Uhr. Am Stadtrand ist Cusco, wie fast alle Städte hier, wenig einladend und dreckig. Es regnet das erste Mal und gleich ordentlich bei der Ankunft. Mit dem Taxi durch die Innenstadt ins Künstlerviertel San Blas. Sehr enge Gassen. Unser Hostal Eureka ist innen ganz nett. Abends zu Fuß zum Plaza de Armas – Lamasteak mit Schinken und Käse überbacken und Papa Fritas.